In der Sitzung des Regionalrats Köln am 11. Juni 2025 wurde der Feststellungsbeschluss zum Sachlichen Teilplan Nichtenergetische Rohstoffe, insbesondere Lockergesteine, verabschiedet. Damit setzt der Regionalrat einen wichtigen Meilenstein in der regionalen Raumordnung und Rohstoffplanung. Auch unsere GRÜNEN-Regionalratsfraktion sprach sich für diesen Plan aus.
Der Teilplan regelt die Nutzung und Erschließung von Lockergesteinen in der Region Köln und legt fest, wo und in welchem Umfang diese Rohstoffe abgebaut werden dürfen. Ziel ist es, eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sicherzustellen, Umweltbelastungen zu minimieren und gleichzeitig die regionale Versorgung mit Baustoffen zu gewährleisten.
Der Beschluss wurde nach eingehender Beratung und Prüfung aller relevanten Aspekte gefasst. Die Zustimmung des Regionalrats bedeutet, dass der Teilplan nun rechtskräftig ist und die Grundlage für die weitere Umsetzung bildet. Er soll dazu beitragen, Konflikte zwischen Rohstoffgewinnung, Naturschutz und Siedlungsentwicklung zu vermeiden.
Im Folgenden werden die wesentlichen positiven und negativen Aspekte, die zu unserer Entscheidung dem Beschuss zuzustimmen geführt haben, beleuchtet:
Positive Aspekte:
- Kein Neuaufschluss von Lagerstätten: Der Teilplan sieht vor, dass keine neuen Lagerstätten für Rohstoffe wie Kies, Sand und Quarzsand erschlossen werden. Das bedeutet, dass kein neuer Eingriff die Landschaften grundlegend verändern wird. Stattdessen konzentriert sich die Förderung auf bereits bestehende Standorte und deren Erweiterung. Dies entspricht den Zielen des Umwelt- und Landschaftsschutzes.
- Ausreichende Versorgungssicherheit: Durch eine sorgfältige Planung und Nutzung der bestehenden Lagerstätten gilt der Versorgungszeitraum für den Regierungsbezirk Köln als ausreichend gesichert. Es ist gewährleistet, dass die nötigen Rohstoffe für Bau und Infrastruktur im benötigten Umfang zur Verfügung stehen.
- Optimale Nutzung der Lagerstätten: Der Plan legt Wert darauf, die vorhandenen Lagerstätten möglichst vollständig und effizient auszunutzen. Das fördert eine nachhaltige Ressourcennutzung und verhindert, dass wertvolle Rohstoffreserven ungenutzt bleiben.
Negative Aspekte:
- Rohstoffexporte mindern regionale Versorgung: Ein Nachteil des aktuellen Plans ist, dass ein erheblicher Teil der geförderten Rohstoffe – insbesondere Kies und Quarzsand – exportiert wird. Diese Exporte tragen nicht direkt zur Versorgung des Regierungsbezirks Köln bei. Stattdessen verlassen die regional gewonnenen Rohstoffe den Bezirk und stehen somit dem lokalen Bedarf nicht in vollem Umfang zur Verfügung.
Die Zustimmung der Grünen zum Teilplan „Nichtenergetische Rohstoffe“ spiegelt die Abwägung zwischen Umwelt- und Versorgungsinteressen wider. Während der Verzicht auf die Erschließung neuer Lagerstätten und die effiziente Nutzung bestehender Vorkommen klare ökologische Vorteile bieten, bleibt der hohe Exportanteil regionaler Rohstoffe eine Schwachstelle im Hinblick auf die lokale Versorgungssicherheit. Zukünftige Planungen könnten darauf abzielen, den Verbleib der Rohstoffe in der Region zu stärken und so die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Der Beschluss ist ein wichtiger Schritt in der regionalen Rohstoffstrategie und schafft die Grundlage für eine nachhaltige und geordnete Rohstoffgewinnung in unserer Region.