Die geplante nahezu zweijährige Sperrung der linksrheinischen Bahnverbindung zwischen Köln und Bonn in den Jahren 2028 und 2029 stellt die gesamte Region vor extreme Herausforderungen. Aus diesem Anlass appelliert der Regionalrat Köln an die DB Infrago, bei der Planung der dringend notwendigen Sanierungen, aber auch der ebenso notwendigen Ausbauten und Elektrifizierungen die Interessen der Fahrgäste und Güterverkehrskunden stärker als bisher zu beachten.
Der Regionalrat Köln fordert alle beteiligten öffentlichen und privaten Institutionen
- DB Infrago AG
- goRheinland, VRR und RLP Nord
- die Städte Köln und Bonn sowie Rhein-Erft-Kreis und Rhein-Sieg-Kreis mit ihren Verkehrsunternehmen
- die betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen
- die für Verkehr zuständigen Ministerien in Bund und Land
- das Eisenbahnbundesamt und andere Aufsichtsbehörden
- die Autobahn GmbH und den Landesbetrieb Straßen.NRW
auf, in enger Zusammenarbeit dafür zu sorgen, dass die Auswirkungen der Sperrungen auf Menschen und Wirtschaft in der Region so gering wie möglich zu halten. Dabei muss die verbleibende Zeit genutzt werden, sinnvolle – auch provisorische – Baumaßnahmen umzusetzen und bürokratische Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Der Regionalrat Köln empfiehlt insbesondere, folgende Maßnahmen auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und möglichst zu realisieren:
- Um die Sperrzeit spürbar zu reduzieren, 24/7 arbeiten
- Ersatzbahnhof für Köln Süd südlich der Luxemburger Straße
- Verstärkung der Verkehre auf den Stadtbahnlinien zwischen Köln und Bonn sowie rechtsrheinisch
- Bevorrechtigung für SEV-Busse an innerstädtischen Straßen, Autobahnauffahrten und -Kreuzungen
- Über den SEV muss überall und auf allen Medien einfach und verständlich informiert werden
- Die Linie S 23 muss während der Sanierung der linken Rheinstrecke ab/bis Bonn Hbf fahren, mindestens aber ab/bis Bonn-Endenich Nord.
- Die notwendigen Sanierungsarbeiten an der Überführung der A4 über die Bahngleise im Bereich Köln-Eifeltor sollten während der Sperrzeit der Eisenbahn stattfinden.
Der Regionalrat Köln erwartet, dass alle Aufwendungen der Kommunen und ihrer Unternehmen im Zusammenhang mit den Streckensperrungen erstattet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Beu, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN-Fraktion und Manfred Waddey, Fraktionsmitglied
Stefan Götz, Vorsitzender der CDU-Fraktion
Thorsten Konzelmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion
Reinhold Müller, Vorsitzender der FDP-Fraktion
Friedrich Jeschke, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE/Volt
f.d.R: Antje Schäfer-Hendricks und Annika Schmidt
(Fraktionsgeschäftsführerinnen)
